Meditation
Zehn ruhige Meditationen für innere Weite.
Diese Texte sind wie stille Räume. Sie führen nicht fort von dir, sondern näher zu dem Ort, an dem du wieder atmen kannst.
Meditation öffnenIch schreibe lange wahre und erfundene Geschichten über das, was uns prägt. Über Verlust und Erinnerung. Über das, was leise bleibt und trotzdem weitergeht.
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Diese Texte sind wie stille Räume. Sie führen nicht fort von dir, sondern näher zu dem Ort, an dem du wieder atmen kannst.
Meditation öffnenYoga
Diese Yoga Texte sind keine Leistung. Sie sind Einladungen, den Körper wieder als Zuhause zu spüren und jede Bewegung freundlich zu beginnen.
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Es war ein nasser Novemberabend, und am Fenster über den stillen Straßen von Münster wirkte alles so still, als hätte die Welt kurz vergessen, wie man Geräusche macht. Das gelbe Licht der letzten Straßenbahn lag auf den Dingen, und irgendwo blieb Regen an der Scheibe hängen. Ich hielt einen Brief mit einem Rand aus Kaffee in den Händen und dachte an Mara.
Manchmal beginnt Erinnerung nicht mit einem Bild, sondern mit einem Geruch. Feuchte Luft, kalter Stoff, Kaffee, Staub, ein Mantel im Flur. Plötzlich ist alles wieder da, und die Jahre dazwischen wirken nur wie ein dünner Vorhang. Bei uns war es die Entschuldigung, die zu spät kam. Das klingt wie ein Satz, aber es war ein ganzes Zimmer. Es hatte Ecken, Geruch, Schatten und eine Tür, vor der ich zu lange stehen blieb.
In der Küche deiner alten Wohnung sagtest du einmal, ich bleibe da, auch wenn es schwer wird. Ich weiß nicht, ob du es leicht meintest oder ob du damals schon gespürt hast, wie schwer solche Worte werden können. Ich habe sie behalten, nicht weil sie alles retteten, sondern weil sie zeigten, dass wir es versucht haben.
Ich sehe uns noch dort sitzen, als hätte jemand den Moment in klares Glas gegossen. Draußen bewegte sich die Welt weiter. Drinnen glaubten wir, sie könne warten. Vielleicht war das unser größter Fehler und zugleich unser schönster Trost. Ich hielt mich an diese Erinnerung wie an ein Geländer. Nicht weil sie stabil war, sondern weil ich nichts anderes fand. Manche Bilder sind dünn und tragen einen trotzdem über eine Nacht.
Manche Schuld ist kein großer Stein, sondern Sand in den Taschen. Erst merkt man sie kaum. Dann wundert man sich, warum jeder Schritt so schwer wird. Ich kann das heute schreiben, ohne mich dahinter zu verstecken. Damals hätte ich jeden Satz umstellt, bis er harmloser klang. Heute lasse ich ihn stehen, weil Wahrheit erst wirken kann, wenn man sie nicht schminkt.
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